Die Kunst, mit Handgriffen zu heilen

Die Manuelle Medizin ist zusammen mit der Chirotherapie (von altgriechisch χείρ cheir ‚Hand‘) eine medizinische Schule, die zur Heilbehandlung angewendet wird, wenn Funktionsstörungen des Bewegungsapparates Beschwerden verursachen. Befunde und Therapien werden ausschließlich mit der Hand durchgeführt werden.  Die Chirotherapie wird vor allem bei Rücken- und Gelenkbeschwerden eingesetzt und hat sich in Europa als Zweig der Orthopädie etabliert. Früher waren die Vorgänger der Chiropraktiker auch als „Knocheneinrenker“, „Ziehleute“ oder „Gliedersetzer“ bekannt.

Grundlage der Manuellen Therapie ist die genaue Diagnose der blockierten Gelenke durch Aufsuchen sogenannter Irritationspunkte, um so blockierte Gelenke mobilisierend oder manipulativ zu behandeln.

Bei der mobilisierenden Behandlung werden die Gelenke behutsam in ihre eingeschränkte Bewegungsrichtung bewegt. Das passiert rhythmisch und schmerzfrei und wird so lange wiederholt, bis der Spielraum des Gelenks deutlich größer ist. Diese Technik eignet sich für alle Wirbelgelenke und die Gelenke der Gliedmaßen.

Bei der manipulierenden Behandlung (von lateinisch manipulus ‚Handgriff‘, ‚Kunstgriff‘) wird eine Blockierung mit einem Impuls behandelt. Die Methode der Manipulation ist die bekannteste Methode der Chirotherapie, bei der mit sehr schnell durchgeführten und kurzen Bewegungen die Wirbelsäule behandelt wird. Typisch und allgemein bekannt ist hier das hörbare Knacksen. Der Behandler gibt mit einer kleinen, schnellen Bewegung einen raschen Impuls an das Gelenk ab. Dieser wirkt auf die Nervenenden in den Gelenken, Muskeln und Sehnen. Auf diese Weise wird der Schmerz unterbrochen und die Blockade gelöst. Um diesen Effekt zu erreichen, ist weder eine große Kraft noch ein großer Weg erforderlich.

Allgemein ist der vorherige bildgebende Ausschluss von Wirbelsäulenschäden wie z.B. Knochenbrüche oder Tumore mittels Röntgenaufnahme vor jeglicher Manipulation der Wirbelsäule unabdingbar.

 

Behandlungsgebiete der Chirotherapie

• Nackenschmerzen
• Nacken- und Kopfschmerzen
• Kreuz- oder Leistenschmerzen
• Beschwerden im Brustkorbbereich mit Atemfunktionsstörungen
• Muskelverspannungen
• Tennisarm
• Knie- und Hüftarthrosen
• Erkrankungen, die ursächlich auf einer Blockierung der Wirbelsäule oder der Gelenke beruhen

 

Chirotherapie – was zahlt die Krankenkasse?

Alle Fachärzte im Zentrum für Orthopädie verfügen über eine qualifizierte Ausbildung sowie langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Chirotherapie. Aufgrund der Zusatzqualifikation „Chirotherapie“ werden die Kosten der Behandlung sowohl von den privaten als auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.